Fürsprecher_innen

Das Projekt Region in Aktion - Kommunikation im ländlichen Raum wird von vielen Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft unterstützt. Nachstehend finden Sie diese in alphabetischer Reihenfolge mit einem Statement. Wir danken unseren Fürsprecher_innen für das entgegengebrachte Vertrauen.

 
 
 

Ich unterstütze gern das Projekt "Region in Aktion - Kommunikation in ländlichen Raum", weil Demokratie und ein gelingendes Leben auf ein Miteinander angewiesen sind.

Mathias Brodkorb
Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

 
 
 

In unserem Landkreis setzen sich Menschen in und außerhalb von Vereinsstrukturen auf vielfältige Art und Weise für lebendige Demokratie und mehr Miteinander ein. Sie engagieren sich - und das macht mich sehr stolz - gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.

Um sie zu unterstützen, gibt es seit dem vergangenen Jahr in unserem Landkreis den Lokalen Aktionsplan "Toleranz fördern - Kompetenz stärken". Er bietet auf vielfältige Art und Weise Möglichkeiten, sich mit rechtsextremistischem Gedankengut und den damit verbundenen Gefahren auseinanderzusetzen. Darüber hinaus arbeiten Verwaltungen, Kommunen, Vereine und Verbände auf Kreisebene erfolgreich im Netzwerk für Demokratie zusammen.

Jetzt hat die Amadeu Antonio Stiftung das Projekt "Region in Aktion - Kommunikation im ländlichen Raum" angekündigt. Das kann neue Perspektiven für Land und Leute eröffnen und weckt Erwartungen. Bekanntermaßen macht die demografische Entwicklung mit all ihren Problemen auch um unseren Landkreis keinen Bogen. Vor allem der ländliche Raum und seine Menschen benötigen Perspektiven. Dazu müssen neue Strukturen und Herangehensweisen gefunden werden. Hier kann das Modellprojekt der Amadeu Antonio Stiftung Anregung und möglicherweise Lösungsansätze bieten.

Ich wünsche mir, dass die Akteure auf die eingangs geschilderten Aktivitäten bauen, die engagierten Menschen unserer Region einbeziehen und neue Mitstreiter gewinnen. Vor allem das Netzwerk für Demokratie und die Projekte des Lokalen Aktionsplans bieten dafür gute Voraussetzungen und zahlreiche Anknüpfungspunkte.

Bei dem Projekt "Region in Aktion - Kommunikation im ländlichen Raum" handelt es sich um ein Modellvorhaben. Am Ende soll ein Handbuch entstehen, das die Erfahrungen bündelt und Handlungsempfehlungen gibt. Darauf bin ich gespannt.

Peer Giesecke

Landrat Teltow-Fläming

 
 
 

Vorpommern ist stigmatisiert als „rechter Rand der Republik“. Eine nette Alliteration, aber ein übles Klischee. Es tut der Mehrheit der Menschen hier Unrecht. Die meisten versuchen mit Anstand ihr Leben zu meistern, den oft misslichen Umständen trotzend. Dabei stoßen gutwillige Menschen häufig an politische, bürokratische und finanzielle Grenzen. Sie verlieren das Vertrauen in demokratische Institutionen. Ihnen gehen die Ideen und der Mut aus, etwas für die Gemeinschaft und so für sich selbst zu unternehmen. Mögen einige radikalisiert sein – letztlich warten sie alle auf eine helfende Hand.
Rechtsextremisten nutzen dieses Vakuum, um sich als vermeintliche „Kümmerer“ zu gerieren. Sie reißen auf Straßen und Plätzen, in Bürgerversammlungen und Elternbeiräten, in Firmen und Kommunalvertretungen, mit zweifelhaften Publikationen vermeintliche Deutungshoheit an sich, verbergen freilich ihre Gewaltbereitschaft, ihr völkisches, rassistisches und minderheitenfeindliches Menschenbild und Gesellschaftsziel tunlichst.
Gegen den Trend der Branche versucht der Nordkurier, dieses Vakuum nicht zuzulassen, als tägliche Heimatzeitung die regionale Verwurzelung nicht nur zu halten, sondern noch zu erweitern: Um noch lokaler die Sorgen und Nöte, aber auch die kleinen und größeren Erfolge der Menschen hier aufzugreifen, Stolz zu befördern und eine kräftige Stimme zu geben für legitime Interessen dieser Region.
Das Projekt „Region in Aktion“ der Amadeu Antonio Stiftung will nun als Ideengeber ein gesellschaftliches Umfeld fördern, das für alle Menschen lebenswert ist - ungeachtet ihres Status, ihrer Herkunft, ihres Alters. „Der politischen Einseitigkeit und der Frustration ein vielfältiges Miteinander entgegensetzen“, lautet ein Kernsatz des Projekts. Das Gegenteil also von Stigmatisierung. Das ist ein konstruktiver Ansatz. Den möchte die Kurierverlagsgruppe mit ganzer Kraft unterstützen.

Michael Seidel
Chefredakteur Nordkurier

 
 
 

Wenn im Kommunikationszeitalter ländliche Regionen an Kommunikationsarmut leiden, hilft auch kein schneller Internet-Zugang. Die Menschen brauchen unmittelbare Kommunikationsformen, die den sozialen Zusammenhalt und die Identifikation in den Dörfern fördern, die aber auch Verbindungen zwischen den Gemeinden und zwischen den Städten und dem ländlichen Raum ermöglichen. Die Amadeu Antonio Stiftung engagiert sich mit ihrem Projekt „Region in Aktion“ hierfür in Brandenburg und Vorpommern, nicht zuletzt um den zunehmenden Bestrebungen der Rechtsextremen, Kommunikationswege und –räume zu besetzen, eine demokratische (Kommunikations-) Kultur entgegenzusetzen. Ich freue mich über das konsequente Engagement der Stiftung in diesen Regionen. Die Arbeit der RAA Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Vorpommern-Greifswald wird hiervon ganz sicher profitieren können.

Christian Utpatel

Geschäftsführer der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V.