Graffitti Glühbirne

© Sam Breach via flickr, cc

(c) Sam Breach @flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

»ju:an - Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit«

Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit kennen das: Sprüche wie „Ey Du Jude“ sind als Beschimpfung gang und gäbe. Oder die Behauptung, dass „die Juden“ an der Wirtschaftskrise schuld sind. Oder Einschätzungen wie „Die Juden machen heute das gleiche mit Palästinensern, wie die Nazis mit den Juden“. All das – nur in verschiedenen Gewändern - ist Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Formen. Gleichzeitig laufen auch Jugendliche nicht-deutscher Herkunft Gefahr rassistisch stigmatisiert zu werden. Das zeigt sich in Aussagen wie „Der ist Moslem, der geht bestimmt nicht in die Synagoge.“ Oder in allen verallgemeinernden Aussagen die mit „Die Muslime sind…“ beginnen. Oder gar, dass statt von Muslimen nur mehr von „Islamisten“ die Rede ist.

Antisemitismus- und rassismuskritisch arbeiten heißt präventiv arbeiten
All diese Erfahrungen machen Pädagog_innen der Offenen Jugendarbeit in ihrem Alltag. Hinzu kommt, dass Jugendliche laufend und aktiv von menschenverachtenden Ideologen angesprochen werden, die mit ihren demokratiefeindlichen Angeboten mitunter verlockender wirken, als das was Schule, Medien oder Jugendclub den Jugendlichen an Identifikationsfläche zu bieten haben. Von den Pädagog_innen erfordern diese Realitäten einen fundierten Kenntnisstand und ein hohes Maß an Reflektionsfähigkeit. Deradikalisierung beginnt im Jugendclub. Mit einem klaren Zeichen gegen alle Arten von „-ismen“.

Wirksam intervenieren heißt von Best Practise Beispielen lernen
Die Praxisstelle unterstützt Sie dabei, wie Sie Antisemitismus und Rassismus in Ihrem Praxisalltag wirksam begegnen können. Sie bietet Ihnen Konzepte, Ansätze und Instrumente antisemitismus- und rassismuskritischer Jugendarbeit und vernetzt Sie mit anderen engagierten Akteur_innen aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Wenn Sie Fragen aus Ihrer Praxis haben, sprechen Sie uns an!

Rassismuskritisch gegen Antisemitismus?
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der nachhaltige Umgang mit menschenfeindlichen Ideologien, insbesondere Antisemitismus und Rassismus in der Jugendarbeit. Damit ist die Praxisstelle das einzige bundesweit agierende Beratungs- und Coaching-Angebot, das gerade die Zusammenhänge zwischen Antisemitismus und Rassismus in der Jugendarbeit aufzeigt und bearbeitet.

„Die Studie zeigt, dass Antisemitismus auch in Migrant_innen-Communities ein Problem darstellt, doch kein größeres, als bei mehrheitsdeutschen Jugendlichen. Es wäre ein Fehler, das Problem des Antisemitismus nur muslimischen Jugendlichen zuzuschreiben.“ Prof. Dr. Beate Küppers zur repräsentativen Studie der Universität Bielefeld »Das Syndrom gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit«

Insbesondere in der rassismuskritischen Bearbeitung von Antisemitismus fokussiert die Praxisstelle drei Bedarfsfelder: fehlende fachliche Grundlagen, fehlende wissenschaftliche Verknüpfung, fehlende Praxis-Handlungsmöglichkeiten. Zahlreiche Träger der (Offenen) Jugendarbeit sowie Ausbildungsinstitutionen in Berlin und Niedersachsen haben diese Leerstelle und den daraus resultierenden Handlungsbedarf erkannt und wollen sich gemeinsam mit uns für den Abbau von Antisemitismus und Rassismus einsetzen.

 

Foto: (c) Sam Breach @flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 
 
Durchgestrichener Davidstern

© Quinn Dombrowski @flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Der Hintergrund

Auf welche Ausgangslage reagiert die Amadeu Antonio Stiftung mit der Praxisstelle?

 
Graffiti mit dem Schriftzug "ACT"

© Acton One @flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Ziele des Projekts

Was möchte die Stiftung mit der Praxisstelle erreichen?

 
 
Pädagoginnen tauschen sich über Empowerment und Powersharing aus

© Amadeu Antonio Stiftung

 

Methodischer Zugang

Mit welchen Methoden arbeitet die »ju:an«-Praxisstelle?

 

© Newtown grafitti @flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Projektteam

Welche Mitarbeiter_innen der Stiftung setzen das Projekt um?

 
 

Ein Projekt der