© Amadeu Antonio Stiftung

 

DANCING HISTORY!

»Rukeli Trollmann? Den kenne ich doch! Mit dem bin ich verwandt!« brach es spontan aus einem Teilnehmer heraus, als die Gruppe erfuhr, welche Biografien sie in den kommenden Wochen kennenlernen werden.

13 Jugendliche engagieren sich seit dem Herbst 2013 mit dem Projekt »DANCING HISTORY« gegen Rassismus, Antisemitismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. In den wöchentlichen Treffen im Jugendzentrum Sahlkamp greifen Methoden der politischen Bildung sowie ein professionelles Tanz-Training beeindruckend ineinander. Wie erging es z.B. einer Afro-Deutschen, einem türkischen Juden oder einem deutschen Sinto während der NS-Zeit? Welche Überlebensstrategien hatten sie? Welche Rolle spielt die Kolonialgeschichte dabei? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauchen in »fast vergessene« Biografien ein und wandeln ihre Erkenntnisse in ein Tanz-Theater um.

Neben der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sind eigene Rassismuserfahrungen in der heutigen Zeit ein zentrales Thema. Und natürlich, was eigentlich dagegen getan werden kann.

Die »DANCING HISTORY«-Gruppe befindet sich zwar noch mitten im Arbeitsprozess, aber ein Statement steht bereits fest: »Wir wollen gegen Rassismus und Antisemitismus aktiv sein! Wir wollen andere inspirieren!« Wir dürfen gespannt sein und uns jetzt schon auf eine Projektpräsentation im April freuen.

»DANCING HISTORY« wird mit Mitteln aus dem Programm »Soziale Stadt« gefördert und ist eine Kooperation des Fachbereichs Offene Kinder-und Jugendarbeit der Landeshauptstadt Hannover und der Amadeu Antonio Stiftung. Unser herzlicher Dank gilt auch Ercan Carikci, der das Projekt als Tanz-Coach unterstützt.