Springende Jugendliche

© © Julian Schüngel @flickr.com (CC BY-SA 2.0)

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Empowerment

Empowerment ist ein Ansatz für Menschen, die von strukturellen Barrieren benachteiligt werden. In der antisemitismus- und rassismuskritischen Jugendarbeit sind das jene, die selbst von Antisemitismus und/oder Rassismus betroffen sind. Ziel von Empowerment-Prozessen ist es, Communities oder Personen politisch, sozial, ökonomisch und spirituell zu stärken. Basis dafür ist u.a. die selbstbestimmte Entwicklung von Handlungsstrategien gegen antisemitische und/oder rassistische Diskriminierung(serfahrungen) in 'geschützeren Räumen', also Räumen, in denen gewaltvolle Meinungen möglichst nicht anwesend oder wiederholt werden. Dieser Raum ist vergleichbar mit dem Konzept des geschützten Raums für Frauen, die Erfahrungen von Sexismus bzw. sexueller Gewalt machen und der für männlich sozialisierte Menschen nicht zugänglich ist. Empowerment-Prozesse gegen Diskriminierung werden deshalb von Expert_innen und Multiplikator_innen gestaltet, die selbst von antisemitischer und/oder rassistischer Diskriminierung betroffen sind und das entsprechende Erfahrungswissen mitbringen.

 

Ergänzt wird dieser Ansatz durch den Ansatz des 'Power-Sharings'. Mit dieser Strategie können Menschen, die selbst nicht von Antisemitismus und/oder Rassismus betroffen sind, also der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft angehören, ihre Handlungs- und Gestaltungsspielräume im Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus erweitern. Dies geschieht, in dem sie die Bedeutung der eigenen gesellschaftlichen Position im Zusammenhang mit Antisemitismus und Rassismus in den Blick nehmen und gleichzeitig die Schaffung von Emwpowermenträumen strukturell fördern und unterstützen. So werden sie zu wertvollen Verbündeten für Menschen mit Antisemitismus- bzw. Rassismuserfahrungen. In diesem Kontext bieten wir Ihnen Fachinputs, Impuls-Workshops und Fortbildungen zu diesen beiden einander ergänzenden Ansätzen an.

 

© Julian Schüngel @flickr.com (CC BY-SA 2.0)